Vorsicht, denn „Value Investing hat ausgedient“! – Wie Investoren jetzt richtig Aktien picken

Nagel mich jetzt nicht fest, wer es war, aber ein smarter Investor hat irgendwann einmal gesagt, dass grundsätzlich jedes intelligente Investieren Value Investing sei. Eine Sichtweise, die ich durchaus bereits das eine oder andere Mal geteilt habe.

Egal ob man sich selbst als Wachstumsinvestor oder eher defensiven Investor oder auch als Einkommensinvestor definiert, im Grunde suchen wir alle nach einer Sache: nach einer unterbewerteten Aktie, an deren künftigem Erfolg wir partizipieren.

In letzter Zeit tauchen jedoch vermehrt Schlagzeilen auf, wonach Value Investing tot sei oder ausgedient habe. Schockschwere Not! Lass uns daher im Folgenden einmal schauen, was es mit derzeitigen Meldungen auf sich hat.

 

Das klassische Value Investing ist tot

 

Doch bevor wir richtig fachlich einsteigen, noch ein kleiner Hinweis. Im Grunde genommen drehen sich viele solche Meldungen nicht darum, dass sämtliches Investieren nach Value-Gesichtspunkten ausgedient habe, sondern lediglich ein kleiner Bereich dessen. Das klassische Value Investing.

Hierunter subsumieren viele nach wie vor das lediglich kennzahlenbasierte Investieren und das Identifizieren von vielversprechenden Aktien mit Turnaround-Potenzial alleine aufgrund von Kennzahlen. Häufig liest man in diesem Kontext sogar von einer sogenannten Zigarettenstummel-Methode, wonach man gezielt nach Unternehmen unter ihrem Buchwert sucht.

In der Hoffnung, dass diese kurz- bis mittelfristig wieder an ihren hypothetischen Liquidationswert heranreichen. Quasi wie ein Zigarettenstummel, den man noch einmal anzünden kann und der in vielen Fällen noch einmal aufglüht.

Und, ja, unter dieser Prämisse kann ich der Aussage, dass dieses Prinzip des Investierens tot ist, durchaus zustimmen. Alleine ein Blick auf die Deutsche Bank unterstreicht, dass eine günstige Bewertung nicht mehr als Indikator für eine Turnaround-Story herhalten muss. Sondern dass günstig manchmal einfach nicht günstig genug ist, denn die Aktie des Geldhauses scheint unentwegt nach neuen Rekordtiefs Ausschau zu halten.

 

Was stattdessen gefragt ist

 

Bleibt natürlich die spannende Frage, welches Investieren denn gefragt ist, wenn das Value Investing ausgedient hat. Wenn du mich fragst, eine abgewandelte Form des klassischen Investierens nach Value-Gesichtspunkten, das wir Fools als unternehmensorientiertes Investieren definieren.

Hierunter verstehen wir, dass wir uns ein Unternehmen als Ganzes anschauen. Das betrifft vornehmlich das Geschäftsmodell, dem wir eine gewichtige Bedeutung beimessen, denn hier spielt sich schließlich ein Großteil der Zukunft eines Unternehmens ab. Aber auch die Bewertung spielt eine wichtige Rolle, denn selbst das beste Unternehmen kann bei einem überteuerten Preis eine schlechte Investitionsentscheidung sein.

Zudem können Befindlichkeiten wie eine hohe Dividendenrendite oder ein starkes Wachstum als gewisse Filter fungieren, wobei wir vor allem zum Wachstum wohl besser noch ein, zwei weitere Wörtchen verlieren sollten.

Viele rasante Wachstumsperlen haben im fundamentalen Kennzahlenvergleich nie wirklich günstig ausgesehen. Egal ob du derzeit auf die Aktie von Wirecard schaust oder aber auf die von Amazon. Beide konnten in den vergangenen Jahren hohe Bewertungen vorweisen, an denen ein Investor, der lediglich auf Kennzahlen schielt, mit Sicherheit vorbeigeschaut hätte.

Unternehmensorientiert Investieren heißt oftmals allerdings auch, den klassischen Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder dem Kurs-Buchwert-Verhältnis eine untergeordnete Rolle beizumessen und sich auf die Vision eines Unternehmens zu konzentrieren. In diesem Sinne scheint bei Wachstumsaktien die klassische Kennzahlenanalyse häufig wirklich tot zu sein, die unternehmensorientierte Analyse jedoch sehr lebendig.

 

Investierst du bereits unternehmensorientiert?

 

Bleibt zum Schluss noch die spannende Frage, wie du dich selbst orientierst. Bist du noch immer der klassische kennzahlenbasierte Investor oder hast du bereits das Unternehmen selbst im Fokus deiner Analyse?

Eine Umstellung auf Letzteres könnte nicht bloß dafür sorgen, dass du deinen eigenen Analyseprozess verbesserst. Sondern auch neue Möglichkeiten entdeckst, die langfristig vielleicht sogar zu besseren Renditen führen.

 

Eine seltene Einstiegs-Chance wie damals Amazon?

 

Genau wie Amazon, wächst dieses Unternehmen in einem atemberaubenden Tempo. Das smarte Geld investiert bereits… und 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese aussichtsreiche Aktie ist für uns jetzt ein klarer Kauf! Fordere den Spezialreport mit allen Details jetzt hier kostenlos ab!

Vincent besitzt Aktien von Wirecard. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

Foto: gopixa / Shutterstock.com

onvista-Wochenausblick: Alle Augen ruhen auf der FED – Kommt die Zinsseknung oder nicht? Die Entwicklungen im Handelsstreit werden den Ton vorgeben

Wenn die Aktienmärkte stocken, ruht die Hoffnung auf den Notenbanken. Und das heißt im Moment: auf der US-Notenbank Fed. Denn im Gegensatz zu den Währungshütern anderer Wirtschaftsmächte haben die Amerikaner mit den Zinsanhebungen im vergangenen Jahr die Möglichkeit für Senkungen geschaffen. Diese würden Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren attraktiver machen.

Die Hoffnungen sind nicht unberechtigt. Schon um den Jahreswechsel hat die US-Notenbank mit dem Schwenk auf eine Zinspause den taumelnden Aktienmärkten unter die Arme gegriffen. Sollten die Währungshüter eine lockerere Geldpolitik signalisieren, wäre das ein wichtiges Signal für die Börsen.

Die FED-Sitzung in der Wochemitte wird der wichtigste Termin

Frank Klumpp, Investmentanalyst der LBBW, bezeichnet daher wenig überraschend die Sitzung der US-Notenbank am Dienstag und Mittwoch als wichtigsten Termin in der kommenden Woche. Einen Zinsschritt schätzt Klumpp zwar als äußerst unwahrscheinlich ein, hält aber Aussagen in diese Richtung für möglich: „Vermutlich wird (der Fed-Vorsitzende) Jerome Powell versuchen, die Marktteilnehmer nicht zu enttäuschen, um Marktverwerfungen zu vermeiden, so dass ein ‚taubenhaftes‘ Fazit zu erwarten ist.“

Eine Taube macht freilich noch keinen Sommer. Zumal der Markt schon eine ganze Serie von Zinssenkungen erwartet und damit rechnet, dass „die Fed bis zum Jahresende gar drei Mal das Leitzinsband um jeweils einen Viertelprozentpunkt senkt“, wie der Analyst anmerkt. Der Überraschungseffekt würde damit auf der negativen Seite liegen, sollte Powell die Hoffnungen der Märkte nicht erfüllen.

Alles hängt am Handelsstreit

Nicht zu vergessen: Sollte die US-Notenbank Einsatzbereitschaft andeuten, wäre dies die Reaktion auf eine nachlassende Konjunktur und damit ein weiteres Indiz für eine stockende Weltwirtschaft. Wann die erste Zinssenkung genau erfolgen wird, hängt nach Einschätzung von Charlotte Heck-Parsch von der BayernLB nicht zuletzt davon ab, wie sich der Handelsstreit zwischen den USA und China entwickelt. Die Volkswirtin hält einen Zinsschritt im Herbst für wahrscheinlich. Sollte der Konflikt eskalieren, „könnte die Fed allerdings auch schon früher eingreifen“.

Denn eine Lösung ist nicht in Sicht. Hoffnungen, das Ende des Zollstreits zwischen Mexiko und den USA könnte Vorbild für eine Einigung mit China sein, sind so schnell zerstoben, wie sie aufkamen. Robert Halver von der Baader Bank hält sogar einen Dauerkonflikt für möglich. Der Kapitalmarktexperte fürchtet, „dass Trump das Feindbild China noch bis zur US-Präsidentenwahl im November 2020 nutzen könnte“. Das birgt die Gefahr, dass auch die Chinesen auf stur schalten, was die Drohstrategie des US-Präsidenten gefährlich macht. „Sein verbales Hochrüsten erschwert es China immer mehr, gesichtswahrend einzulenken“, so Halver.

Konjunkturdaten werden den Braten wohl nicht fett machen

Angesichts dieser Rahmenbedingungen dürften die anstehenden Konjunkturdaten wenig Wirkung entfalten. Am interessantesten sind wohl noch die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Juni und ihre deutschen Pendants am Freitag. Große Hoffnungen sollten sich Anleger nicht machen. Selbst steigende Indizes im Verarbeitenden Gewerbe sind nach Ansicht von Volkswirt Lucas Kramer von der Postbank kein Zeichen dafür, „dass die Schwächephase endgültig vorüber ist.“

Die Chartexperten der Bank UBS bleiben derweil optimistisch für den Dax: „Oberhalb von 12000 Punkten sind die Bullen weiter im Vorteil und dürften in Kürze den nächsten Angriff auf die 12200-Punkte-Marke beginnen“.

 

Die Termine der kommenden Woche

 

MONTAG, DEN 17. JUNI 2019

 

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 SWE: Hennes & Mauritz Q2-Umsatz

12:00 DNK: Novozymes Capital Markets Day

14:00 FIN: Nokian Renkaat Business Update Call

22:00 USA: Versum ao Hauptversammlung

 

TERMINE KONJUNKTUR

EUR: Notenbankkonferenz Europäische Zentralbank (EZB) u.a. mit einer
Eröffnungsrede von EZB-Präsident Mario Draghi am 18.6./9.00 Uhr
(bis 19.6.2019 in Sintra/Portugal)

11:00 EUR: Arbeitskosten Q1/19

14:30 USA: Empire State Index 06/19

16:00 USA: NAHB-Index 06/19

 

SONSTIGE TERMINE

FRA: 53. Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris (bis 23.6.19)

 

DIENSTAG, DEN 18. JUNI 2019

 

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: Vapiano Jahreszahlen und Q1-Zahlen

08:30 SWE: Volvo AB Investor Day

08:30 USA: General Electric Investor Day

10:00 DEU: Wirecard Hauptversammlung, München

10:00 DEU: Knorr Bremse Hauptversammlung, München

10:00 DEU: Controtec Sustainable Hauptversammlung, Mainburg

10:00 DEU: Deutsche Wohnen Hauptversammlung, Berlin

10.00 DEU: Hamburger Hafen und Logistik Hauptversammlung, Hamburg

10:00 DEU: Bijou Brigitte Hauptversammlung, Hamburg

11:00 DEU: Oetker Bilanz-Pk, Bielefeld

 

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

NLD: Steinhoff Jahreszahlen

SWE: Saab Investor Meeting Day

GBR: Tesco Capital Markets Day

USA: Adobe Q2-Zahlen

 

TERMINE KONJUNKTUR

03:30 CHN: Preise von Neubauwohnungen 05/19

08:00 DEU: Erzeugerpreise 05/19

08:00 EUR: Acea Kfz-Neuzulassungen 05/19

09:00 ESP: Arbeitskosten Q1/19

10:00 DEU: Pk ifo Konjunktur-Prognose Sommer 2019 für 2019/2020, Berlin

11:00 EUR: Verbraucherpreise 05/19 (endgültig)

11:00 DEU: ZEW-Konjunkturerwartungen 06/19

14:30 USA: Baubeginne- und genehmgiungen 05/19

 

SONSTIGE TERMINE

08:30 DEU: Start Tarifrunde Chemie 2019, Hannover

09:30 LUX: EuGH urteilt über deutsche Pkw-Maut, Luxemburg

09:30 DEU: Pk Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der Klimaziele im Energiesektor

09:30 DEU: Konferenz „Frankfurt Main Finance“. Erwartet werden u.a.
Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, Deutsche-Bank-Privatkundenchef
Frank Strauß und DZ-Bank-Co-Chef Cornelius Riese, Frankfurt

10:00 DEU: BGH verkündet Urteil: Dürfen Banken fürs Einzahlen und Abheben am
Schalter eine Extra-Gebühr kassieren?

11:00 DEU: Creditreform-Pk zu „Insolvenzen in Deutschland“

FRA: 53. Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris (bis 23.6.19)

LUX: EuGH urteilt über deutsche Pkw-Maut

DEU: Tag der deutschen Bauindustrie, Berlin

EUR: Treffen der EU-Landwirtschaftsminister

 

MITTWOCH, DEN 19. JUNI 2019

 

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Home24 Hauptversammlung, Berlin

10:00 DEU: Ströer Hauptversammlung, Köln

10:00 DEU: Evotec Hauptversammlung, Hamburg

11:30 LUX: Befesa Hauptversammlung, Luxemburg

 

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang 04/19

10:00 EUR: EZB Leistungsbilanz 04/19

10:00 ITA: Handelsbilanz 04/19

10:30 GBR: Verbraucherpreise 05/19

10:30 GBR: Erzeugerpreise 05/19

11:30 DEU: Anleihe Volumen: 1 Mrd EUR
Laufzeit: 30 Jahre

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: FOMC Zinsentscheid (20.30 h Pk mit Fed-Chef Powell)

 

SONSTIGE TERMINE

02:00 USA: Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump

09:30 LUX: EU-Gericht urteilt im Streit über Adidas-Marke

FRA: 53. Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris (bis 23.6.19)

DEU: Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Einzel-
und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

 

DONNERSTAG, DEN 20. JUNI 2019

 

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GBR: Dixons Carphone Jahreszahlen

10:00 DEU: HelloFresh Hauptversammlung, Berlin

12:00 LUX: ADO Properties Hauptversammlung

13:30 USA: Delta Air Lines Hauptversammlung

 

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: Merck & Co Investor Day

 

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundesfinanzministerium Monatsbericht

JPN: BoJ Zinsentscheid

07:30 JPN: All Industry Activity Index 04/19

08:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 05/19 (endgültig)

10:00 EUR: EZB Wirtschaftsbericht

10:30 GBR: Einzelhandelsumsatz 05/19

13:00 GBR: BoE Zinsentscheid

14:30 USA: Leistungsbilanz Q1/19

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Philly Fed Index 06/19

15:00 BEL: Verbrauchervertrauen 06/19

16:00 EUR: Verbrauchervertrauen 06/19 (vorläufig)

16:00 USA: Frühindikator 05/19

 

SONSTIGE TERMINE

EUR: Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs -Zentrales Thema für
Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen ist die Besetzung
von Brüsseler Spitzenposten für die nächsten Jahre, vor allem das
Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Zudem wird die Strategische
Agenda der EU bis 2024 beraten.

FRA: 53. Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris (bis 23.6.19)

 

FREITAG, DEN 21. JUNI 2019

 

TERMINE UNTERNEHMEN

09:00 DEU: aap Implantate Hauptversammlung, Berlin

10:00 DEU: Tele Columbus Hauptversammlung, Berlin

 

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Scout24 Hauptversammlung, München

 

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Verbraucherpreise 05/19

02:30 JPN: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19 (vorläufig)

09:15 FRA: PMI Dienste 06/19 (vorläufig)

09:30 DEU: PMI Dienste 06/19 (vorläufig)

10:00 EUR: PMI Dienste 06/19 (vorläufig)

10:00 POL: Industrieproduktion 05/19

10:00 ESP: Handelsbilanz 05/19

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 06/19 (vorläufig)

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 05/19

 

SONSTIGE TERMINE

DEU: Großer Verfallstag „Hexensabbat“ an der Börse

EUR: Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs (zweiter und letzter Tag)

FRA: 53. Luftfahrtausstellung in Le Bourget bei Paris (bis 23.6.19)

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: onvista

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Kutzers Zwischenruf: Man kann auf Trump auch spekulieren

Spekulieren Sie doch mal, geschätzte Anleger, wenn Sie Lust dazu haben und nicht nur zuschauen wollen! Die zittrigen Börsen sind zwar momentan nicht gerade einladend. Die Gründe sind allseits bekannt. Und viele Privatanleger verhalten sich konsequent vorsichtig, agieren – wenn überhaupt – zurückhaltend. Dennoch stellen führende Fondsmanager fest: Trotz des Dauerbrenners Handelskonflikt und einer Zuspitzung der geopolitischen Lage haben die Anleger an den Aktienmärkten den Glauben an die Vernunft (noch) nicht verloren – ich möchte ergänzen: an die Zukunft. Die jüngsten Stimmungsumfragen bestätigen das. Mit der US-Notenbank haben sie allerdings auch einen zuverlässigen „Rückversicherer“ auf ihrer Seite, obwohl Amerikas Präsident wiederholt die Fed beschimpft.

Frage ans Bullenlager: Gibt es gute Gründe für Privatanleger, zuversichtlich zu sein? Das Echo: Obwohl sich die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China nun schon länger hinziehen als zunächst zu erwarten war und kurzfristig keine Lösung in Sicht ist, überwiegen die Chancen, dass es doch noch zu einem Deal kommt. Schließlich steht für den US-Präsidenten viel auf dem Spiel. Will er im nächsten Jahr wiedergewählt werden, kann er sich weder einen Crash am Aktienmarkt noch eine Rezession leisten. Aber selbst gelassene Analysten räumen ein, es sei nicht auszuschließen, dass sich Trump mit seiner Verhandlungsstrategie vergaloppiert.

Donald ist das Stichwort. Obwohl ich den Ami-Präsi nicht mag (milde ausgedrückt), halte ich es für berechtigt, auf eine Alles-wird-gut-Perspektive zu setzen. Damit meine ich insbesondere die Einigung mit China, Fortschritte mit Nordkorea, kein Krieg im Nahen Osten, neue Handelsabkommen der USA mit ihren Nachbarn und Europa etc. Dieser Denkansatz macht insbesondere wegen der näher rückenden Präsidentschaftswahl Sinn. US-Vorwahljahre sind nämlich traditionell besonders gute Jahrgänge für die Wall Street. Nur eine Zahl dazu: Der Dow Jones kletterte in Vorwahljahren bisher durchschnittlich um mehr als 12 Prozent!

Nun werden Sie vielleicht einwenden, unter Trump sei alles fraglich und deshalb anders. Mag sein. Aber lohnt es sich nicht, wenigstens einen (kleinen) Teil des verfügbaren Kapitals spekulativ einzusetzen?

Foto: a katz / Shutterstock.com

Die Auktion der 5G-Frequenzen ist beendet: Und so haben die Aktien der beteiligten Unternehmen darauf reagiert

Es war die längste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen. Und der Bund kann sich freuen, denn sie hat deutlich mehr gebracht, als erwartet wurde. Insgesamt 6,6 Mrd. Euro werden dem Bund durch die Versteigerung der 5G-Frequenzen in die Taschen gespült. Es kostet die beteiligten Mobilfunkprovider also eine schöne Stange Geld, am Netz der Zukunft teilzuhaben.Aber was bedeutet 5G eigentlich? Der Standard ist schlichtweg der Nachfolger von 4G, auch LTE genannt. 5G verfügt über eine geringere Reaktionszeit (Latenz) und ist wesentlich schneller im Download. Damit können Daten mehr oder weniger in Echtzeit verarbeitet werden.Nun gut, zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration für das ultraschnelle mobile Internet (5G) wurde mit dem Ende der Auktion ein wichtiger Meilenstein erreicht. Und die Sache hat auch noch einen anderen Aspekt. Denn die Milliarden, die an den Bund fließen, sollen in die Digitalisierung gesteckt werden. Zum Beispiel soll damit der Breitbandausbau auf dem Land gefördert werden.

Der zuständige Bundesminister für digitale Infrastruktur Andreas Scheuer war jedenfalls zufrieden. Er meint, das Geld werde den Netzausbau entscheidend voranbringen. Denn den Firmen seien einige Auflagen zum Ausbau auferlegt worden, und diese kämen dann auch den ländlichen Regionen zugute.

Verschaffen wir uns einen kurzen Überblick über die beteiligten Unternehmen, was sie zahlen müssen, was sie dafür bekommen haben und wie sich das Ende der Auktion auf die jeweilige Aktie ausgewirkt hat.

 

Deutsche Telekom

 

Es war natürlich nicht anders zu erwarten. Die Deutsche Telekom sicherte sich das größte Stück vom Kuchen. Vom Spektrum von 420 MHz, das bei den Frequenzen im 2- und 3,6-GHz-Band insgesamt verkauft wurde, sicherte sich die Telekom 2 mal 20 MHz im 2-GHz-Band und 90 MHz im 3,6-GHz-Band. Sie legte dafür insgesamt 2,17 Mrd. Euro auf den Tisch.

Ein Konzernsprecher sagte dazu: „Die Deutsche Telekom hat das Spektrum erhalten, das sie wollte.“ Doch er meinte auch, dass die Versteigerung einen „bitteren Nachgeschmack“ hinterlasse. Er monierte, das Spektrum sei viel teurer als in anderen Ländern und das Geld für die Auktion fehle jetzt den Netzbetreibern in Deutschland.

Die Aktie der Deutschen Telekom hat heute so gut wie keine Reaktion auf das Ende der Versteigerung gezeigt und notiert mit 15,46 Euro (13.06.2019) quasi auf Vortagesniveau.

Vodafone

 

Bei Vodafone fällt uns auf, dass sie zwar dasselbe Spektrum erworben hat wie die Deutsche Telekom, dafür aber lediglich 1,88 Mrd. Euro bezahlen musste. Das schont zumindest ein wenig die Konzernkasse. Allerdings hat Vodafone nur 12, die Deutsche Telekom hingegen 13 Frequenzblöcke bekommen. Und auch Vodafone ist mit dem Ausgang der Auktion nicht ganz zufrieden.

Hannes Ametsreiter, der Vodafone-Deutschlandchef, meint, dass die hohen Kosten für die Firmen ein „Desaster für Deutschland“ seien. Mit den Milliarden, die nun an den Bund gehen, hätte man beispielsweise mehr als 50.000 komplett neue Mobilfunkstationen bauen können. Er schlägt vor, die Lizenz-Erlöse direkt in den Mobilfunkausbau und nicht, wie jetzt vorgesehen, in den Festnetz-Breitbandausbau zu stecken.

Auch die Vodafone-Aktie hat das Auktionsergebnis kaum tangiert. Sie verlor gegenüber dem Vortag lediglich 0,55 %, notiert allerdings derzeit mit 1,45 Euro (13.06.2019) insgesamt 33,79 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Das bedeutet, hier ist im Vorfeld schon einiges, was die Auktion betrifft, eingepreist worden. Und nicht umsonst hat Vodafone das erste Mal in der Unternehmensgeschichte auch seine Dividende gekürzt.

 

Telefonica Deutschland

 

Der Mitbewerber Telefonica Deutschland kann sich über 2 mal 10 MHz im 2-GHz-Band und 70 MHz im 3,6-GHz-Band freuen. Bezahlen muss das Unternehmen dafür immerhin noch stolze 1,42 Mrd. Euro. Doch obwohl das Unternehmen etwas schwächer als Telekom und Vodafone abgeschnitten hat, hörte man von Telefonica-Deutschland-Chef Markus Haas positive Töne. Man habe „ein werthaltiges Frequenzpaket erworben, das unser bestehendes Spektrum ideal ergänzt“.

Die Aktie von Telefonica Deutschland reagierte leicht positiv und stieg heute um 1,35 %. Aber auch sie steht mit 2,55 Euro (13.06.2019) weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Kurs wurde aber auch hier schon im Vorfeld stark belastet.

 

Drillisch

 

Der Neueinsteiger Drillisch ergatterte den kleinsten Anteil. Er bekam 2 mal 10 MHz im 2-GHz-Band und 50 MHz im 3,6-GHz-Band. Die Kosten dafür belaufen sich für das Unternehmen auf 1,07 Mrd. Euro.

Ralph Dommermuth, der Chef des Mutterkonzerns United Internet, zeigte sich erfreut. Er sagte: „Wir haben Frequenzen ersteigert, mit denen wir in der Lage sind, ein leistungsfähiges 5G-Netz aufzubauen.“ Und da das Unternehmen neu mit dabei war, kann Drillisch auch von Ausnahmeregelungen profitieren. Die Firma muss weniger in der Fläche ausbauen als seine Konkurrenten.

Und die Drillisch-Aktie? Sie kam heute ein wenig unter die Räder. Nachdem der Kurs in Frankfurt erst angestiegen war, fiel er im Tagesverlauf wieder ab und schloss mit 28,54 Euro (13.06.2019) ganze 4,10 % niedriger als am Vortag.

 

Fazit

 

Die 5G-Auktion ist vorbei und alle beteiligten Unternehmen müssen für die Frequenzen tief in die Tasche greifen. Ob sich die Investitionen gelohnt haben, wird sich erst später zeigen. Doch wenn ja, könnte dies natürlich jede Menge positive Impulse auf die angesprochenen Aktien haben.

Neue Studie zum Megamarkt Wasserstoff: Explosives Wachstum erwartet!

Die Welt der Automobile ist im Umbruch. Vor unseren Augen entwickelt sich eine gewaltige Industrie. Und es gibt zwei Player, die unserer Analyse nach jetzt bereits davon besonders profitieren könnten! Lies alle Infos jetzt in der kostenlosen Studie von The Motley Fool Deutschland. Plus: zwei Aktien-Chancen, um von der Entwicklung im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellen im Jahr 2019 zu profitieren — jetzt kostenlose Studie „Wasserstoff: Ein schlafender Riese erwacht!“ anfordern.

 

Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt United Internet.Foto: M DOGAN / Shutterstock.com

Bitcoin: Korrektur? Nein danke! Der BTC-Kurs klettert weiter fröhlich nach oben – Der Krypto-Markt im Überblick

Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen den stürmischen Zeiten auf den traditionellen Märkten mit Handelsstreit, Iran-Konflikt, Brexit und Co. zeigt sich der Bitcoin weiter von seiner optimistischen Seite.

Nach der Korrekturbewegung in der letzten Woche aus dem 9000-Dollar-Bereich hin zu einer Zone um 7600 Dollar, hat sich die Kryptowährung seit Beginn der Woche wieder aufgerappelt und die 8000er Marke, die zunächst einen größeren Widerstand darstellte, ohne Mühen durchbrochen. Zum Wochenende steht der BTC wieder bei über 8700 Dollar und peilt erneut sein Jahreshoch von mehr als 9000 Dollar an.

Vor ein paar Tagen war die geläufige Meinung noch, dass eine Korrektur auf bis zu 6000 Dollar wahrscheinlich wäre (was immer noch passieren kann), aber der Bitcoin scheint in den letzten Tagen den technischen Analysen jedes Mal ein Schnippchen zu schlagen. Es bleibt spannend zu sehen, ob er das von vielen Marktbeobachtern ausgerufene Jahresendziel von 10.000 Dollar bereits sehr viel früher erreichen kann und sogar weit überschreitet?

Die anderen Kryptowährungen schlagen sich ebenfalls gut, sind jedoch erst in den letzten Stunden wieder so richtig in den grünen Bereich vorgestoßen und dem Bitcoin gefolgt. Ethereum verzeichnet ein 24h Plus von knapp 3,2 Prozent bei einem Wert von 264,7 US-Dollar. Damit liegt die Kryptowährung Nummer 2 Year to Date etwas über 98 Prozent im Plus – ein überragender Wert, aber im Vergleich zum BTC eine eher schlechte Performance. Der Bitcoin blickt auf einen Year to Date Zuwachs von stolzen 133 Prozent. Litecoin, der aufgrund seines bald anstehenden Halvings (Anfang August) ebenfalls im Fokus steht, konnte wieder überzeugen, mit einem Plus von 3,5 Prozent auf einen Wert von 135 US-Dollar.

Lesen Sie auch: Folgt der BTC-Preis dem 4-jährigen Halving-Zyklus?

Was bewegt den Krypto-Sektor?

Binance: Die nach Volumen größte Krypto-Börse der Welt, Binance, hat ihre Nutzungsbedingungen geändert. US-Kunden ist es ab dem 12. September nicht mehr erlaubt, auf der Plattform zu handeln. Auf ihre  Kryptowährungen, die noch auf der Börse liegen, haben sie jedoch noch Zugriff. Für die USA will Binance eine separate, vollständig regulierte Fiat-to-Crypto-Plattform aufbauen. Bereits im September hatte das Unternehmen Pläne bekannt gegeben, auf jedem Kontinent mehrere solcher regulierter Fiat-to-Crypto-Plattformen an den Start bringen zu wollen.

Bakkt: Bereits Mitte Mai wurde angekündigt, dass die Handelsplattform der Intercontinental Exchange (ICE) mit dem Namen Bakkt, auf der es möglich sein wird, Bitcoin Futures zu handeln, im Juli in eine erste Testphase gehen soll.

Jetzt ist das genaue Datum bekannt gegeben worden: Der 22. Juli 2019.

Die ICE ist der Betreiber der New York Stock Exchange (NYSE). Das Unternehmen hatte angekündigt, im Juli mit einem User Acceptance Test für den BTC-Future-Handel zu starten.

Bullishe Prognose: Der ehemalige Geschäftsführer und Leiter der Finanzmarktforschung bei „AQR Capital Management“, Aaron Brown, rechnet mit einem Preisanstieg des Bitcoin im nächsten Bullrun auf 60.000 bis 400.000 Dollar. Dies schrieb er in einem Bloomberg Kommentar. In diesem Szenario würde sich das Muster der letzten beiden Bullruns wiederholen und der Bitcoin auch diesmal nach der Rally wieder um bis zu 85 Prozent einbrechen.

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Von Alexander Mayer

Titelfoto: Wit Olzewski / Shutterstock.com

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onvista-Top-News: Handelsstreit, Iran-Krise und Co. -Die Alarmsirenen werden lauter ++ Schockwelle in der Wasserstoff-Branche ++ Deutsche Konzerne unter Druck – Die wichtigsten Themen im Überblick

Die Woche war durch den Pfingstfeiertag etwas kürzer, aber nicht minder ereignisreich als sonst, im Gegenteil. Fangen wir mit den heimischen Märkten an: Mit Varta und Gewinnern aus der 5G-Netzauktion gab es einige Erfolgsgeschichten, aber Bayer und die deutschen Autobauer haben ihren Aktionären wieder Sorgenfalten auf die Stirn getrieben.

Varta: Aktie erreicht Rekordhoch – geht es noch weiter?

Varta: Kapitalerhöhung kommt sehr gut an

Wirecard: Vorstandschef blickt sehr zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung – „Wir haben ein sehr starkes Jahr vor uns“

Bayer: Leverkusener halten an Glyphosat fest und pumpen weitere Milliarden in Alternativen

E-Mobilität: Die deutschen Autobauer arbeiten fleißig am Antrieb der Zukunft – aber bei der Infrastruktur sieht es düster aus

Rheinmetall: Oddo empfiehlt „Reduce“ – Politischer Wandel könnte dem Konzern das Leben schwer machen

Heidelberger Druck: Es ist schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit – Bankhaus Lampe halbiert fast das Kursziel

Heidelberger Druck: Aussicht auf neuen Großinvestor lässt Aktie in die Höhe springen

VW: Einigung mit Ford rückt näher, Northvolt-Partnerschaft fördert Unabhängigkeit – VW-Chef Diess sieht sein Unternehmen deutlich unterbewertet

VW, BMW und Daimler: Rutschen die deutschen Autobauer immer tiefer in die Krise?

Steinhoff: Aktie wieder etwas gefragter – Wer schöpft denn da neue Hoffnung?

5G-Auktion: Drillisch-Aktie klettert zweistellig, auch United Internet im Plus – Wer ist der Sieger der Mobilfunkauktion?

Axel Springer: Zuckerbrot und Peitsche – Anleger stellen Übernahmeangebot in den Vordergrund

Deutsche Telekom: Fusion von T-Mobile US und Sprint wackelt wieder gewaltig – 10 US-Bundesstaaten reichen Klage ein

Studie: Verlieren deutsche Top-Konzerne den Anschluss an die Weltspitze? Schlusslicht beim Wachstum!

An der Wasserstoff-Front ging es im wahrsten Sinne des Wortes explosiv her. Die Folge waren Kursturbulenzen sowohl in südliche, als auch in nördliche Richtung.

Nel: Neuigkeiten zur Explosion an der Wasserstoff-Tankstelle – Aktie schießt in die Höhe

Nel: Der Kursverfall geht weiter – Greift Norwegens Staatsfonds dem Wasserstoff-Spezialisten schon bald unter die Arme?

Hyundai und Toyota stoppen Auslieferung von Wasserstoff-Fahrzeugen in Norwegen – Nel und Hexagon sacken noch tiefer ins Minus

Nel: Setzt die Explosion die ganze Wasserstoff-Branche unter Druck? – Powercell verliert ebenfalls deutlich

An den US-Märkten zog ein neues IPO die Aufmerksamkeit auf sich und Beyond Meat hat einmal mehr bestätigt, dass kein Aktienkurs ewig nach oben klettern kann.

chewy IPO: Startet die nächste Erfolgsstory an der Wall Street?

Netflix: Streaming-Dienst präsentiert eigenes Videospiel – Wandelt sich der Konzern zur Multimedia-Plattform?

Beyond Meat: Nach JPMorgan stuft auch Bernstein ab – Damit empfiehlt kein Experte mehr die Aktie zum „Kauf“

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Apple: Der Aktie ist ein Kunststück gelungen, dass sie seit dem Dotcom-Crash nicht mehr geschafft hat – sind die Sorgen der Anleger damit zerstreut?

Amazon: Zum ersten Mal wertvollste Marke der Welt – SAP bester deutscher Konzern auf Rang 16

Auf der politischen Bühne kam wieder Bewegung in die Causa Brexit: Es zeichnet sich immer mehr ab, dass das politische Spielfeld auf der Insel bald wohl Boris Johnson als neuen Hauptakteur sehen wird.

Brexit: Heute startet das Rennen um die Nachfolge von Theresa May – Wie es gewonnen wird und wer am Start steht

Brexit: Da waren es nur noch 7 – Boris Johnson nimmt nach erster Runde klare Favoritenstellung ein

Brexit: EU ist mittlerweile auch für ein No-Deal-Szenario gewappnet – Boris Johnson verspricht Austritt bis Oktober – Wie reagieren die Märkte?

Italien: EU-Strafverfahren soll vermieden werden – Salvini provoziert weiter

Im Handelsstreit und im Nahen Osten ist die Luft derweil wieder gewaltig am dampfen. Die Märkte reagieren entsprechend nervös. Egal ob, Gold, Öl, Aktien – Alles ist in Bewegung und die Alarmsignale leuchten rot.

Angriff auf zwei Tanker am Golf von Oman – Öl-Preise steigen stark

USA/Iran: Krise spitzt sich weiter zu – Amerika macht Iran für Angriffe auf Handelsschiffe verantwortlich – Saudi Arabien greift Huthi-Lager an

Rohstoffe: Ölpreise fallen wieder – Gold auf Jahreshoch

Vier Alarmglocken, die lauter schlagen – Werden die Märkte jetzt nervös?

„America First“: Handelspartner bekommen globale US-Investitionseinbrüche deutlich zu spüren – Läuft alles nach Trumps Plan?

Handelsstreit: Donald Trump läuft sich wieder warm – „Ich bin es,  der den Deal aufhält“

Handelsstreit: China schlägt sich wacker – Export von „Seltenen Erden“ und Import von Sojabohnen rückläufig

Im Krypto-Sektor geht es ebenfalls spannend weiter: Langsam rollen immer mehr Lizenzen für Payment-Services und Debitkarten auch in Europa an. Am 21. Juni dürfte jedoch ein entscheidender Termin anstehen, der die regulatorische Zukunft der Kryptowährungen maßgeblich beeinflussen dürfte.

Bring das Litecoin-Halving neue Preishöchtstände? 100-Millionen Fonds geht in Ethereum

Neues von John McAfee, bald TenX-Debitkarte in Europa und baldige Regulierungsvorschläge

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen die onvista-Redaktion

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NEL-Aktie fundamental: Jetzt wieder einsteigen oder nachkaufen?

Es vergeht kein Tag ohne eine Erfolgsmeldung rund um Wasserstoff, Elektrolyse und die Brennstoffzelle. Der Höhenflug der Aktie von NEL wurde jedoch von einer Schreckensnachricht abrupt gestoppt.Wer bisher den Einstieg verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance, und wer zu teuer eingestiegen ist, könnte verbilligen. Aber sollte man das? Nicht alles spricht dafür.

„Günstig“ ist relativ

Innerhalb von zwei Jahren bis zum Frühjahr 2019 hat sich die NEL-Aktie wunderbar aus der Region von 20 Eurocent auf 60 Eurocent vorgearbeitet. Schon auf diesem Niveau reduzierte sich meine frühere Begeisterung, was die weiteren Renditechancen angehen würde. Wer konnte auch ahnen, dass die früher an deutschen Börsen sehr illiquide NEL plötzlich zu einer der meistgehandelten Aktien werden würde? Diese Euphorie in Verbindung mit einer guten Nachrichtenlage trieb den Kurs kurzfristig auf über 1 Euro.

Bereits in den Vortagen sorgten allerdings Gewinnmitnahmen von Großaktionären für Verunsicherung. Nun gab es einen Unfall mit einer der Wasserstofftankstellen und die Anleger ziehen in Scharen verschreckt ihr Geld ab. Die Marke von 60 Eurocent drohte am 11.06. nach unten durchbrochen zu werden. Dass gleichzeitig eine Kapitalerhöhung verkündet wurde, war auch nicht gerade hilfreich in dieser Stimmung, auch wenn die Verwässerung durch die wohlverdienten Mitarbeiteranteile in diesem Fall nur 0,2 % ausmacht.

Auf alle Fälle gibt es die Aktien jetzt wieder 40 % billiger gegenüber dem Höchstkurs – aber immer noch 200 % teurer als vor etwa zwei Jahren.

Was jetzt für die Aktie spricht

2017 sah NEL aus meiner Sicht zwar bereits sehr aussichtsreich aus, aber besonders viel konkret vorzuweisen hatten die Norweger noch nicht. Vieles war noch Klein-Klein und die Wachstumspläne überzeugten längst nicht jeden. Überhaupt befand sich das gesamte Wasserstoffthema noch in den Kinderschuhen.

Seither hat sich eine Menge getan. NEL hat jede Menge Aufträge aus fast allen Kontinenten hereingeholt und behauptet sowohl bei der Elektrolyse als auch bei den Tankstellen eine sehr starke Marktposition. Eine schnell wachsende Zahl von Anlegern, Politikern und Experten sind zwischenzeitlich zur Überzeugung gekommen, dass Wasserstoff auf die eine oder andere Weise eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen wird. Mächtige Industriekonsortien haben sich gebildet, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Wasserstoffbetriebene Trucks, Busse und Züge sind bereits Realität und stehen vor einem weltweiten Siegeszug. Für mich steht außer Frage: Betankungsanlagen und skalierbare hocheffiziente Elektrolysesysteme werden auf Jahre hinaus boomende Märkte darstellen. Gerade NEL mit ihrer überaus starken skandinavischen Basis könnte davon besonders profitieren.

Warum man vielleicht trotzdem noch auf günstigere Kurse warten sollte

Beim Kurs von 5,8 Norwegischen Kronen wird NEL umgerechnet noch immer mit stolzen 723 Mio. Euro bewertet. Man könnte natürlich sagen, dass das für einen führenden Technologielieferanten in einem kommenden Megamarkt nicht besonders viel sei. Andererseits spielen in der Wasserstoffwirtschaft Hunderte Akteure mit, sodass dass es sicher nicht den einen großen Champion geben wird. Was speziell den Bereich der Elektrolyse angeht, ist mit einem intensiven Preiskampf zu rechnen, der die Margen drückt.

Im letzten Quartal hat NEL gerade einmal 12 Mio. Euro umgesetzt. Bis sich die bestehenden Kooperationen und Großaufträge sichtbar materialisieren, können noch gut zwei bis drei Jahre vergehen. Bis dahin könnte trotz des aktuell komfortablen Kassenbestands (dank der Privatplatzierung aus dem ersten Quartal) eine weitere große Kapitalerhöhung fällig sein, wenn man bedenkt, dass weiterhin Verluste geschrieben werden und für den Kapazitätsaufbau umfangreiche Mittel gebraucht werden.

Das mittelfristige Ziel des Managements lautet, NEL zu einem schnell wachsenden Milliardenunternehmen zu entwickeln – in Kronen wohlgemerkt (1 NOK = 0,10 EUR). Für die aktuelle Bewertung wird jedoch eher 1 Mrd. Euro Umsatz auf Sicht von fünf Jahren benötigt. Selbst wenn es also rundlaufen würde, empfinde ich einen Kurs von über 60 Eurocent als nicht gerade billig.

Nun ist aber diese blöde Kjørbo-Tankstelle in Flammen aufgegangen und es steht zu befürchten, dass NEL ein Qualitätsproblem hat, das potenziell einen Rattenschwanz an Kosten und zudem Auftragsstornierungen nach sich ziehen könnte.

Keine Eile

Natürlich ist auch eine ganz andere Ursache denkbar. Vielleicht entpuppt sich das Ganze als Verkettung von Umständen, die man als Einzelfall abtun kann. Möglicherweise hat jemand mutwillig oder unsachgemäß die Anlage manipuliert – wer weiß? Aber schon die aktuelle Aufklärungsarbeit kostet Ressourcen, die NEL besser an anderer Stelle einsetzen könnte.

Mindestens genauso wichtig wie ein Ausräumen der schlimmsten Befürchtungen im Tankstellensegment wäre die Behauptung der Marktposition im Elektrolysesegment. Das Management geht davon aus, dass die weltweiten Kapazitäten in den dort adressierten Märkten zukünftig jährlich um etwa 500 Gigawatt ausgebaut werden, was einem Umsatz von rund 20 Mrd. US-Dollar entsprechen würde. Kann NEL sich mehr als 10 % davon sichern, dann sieht es richtig gut aus für die Norweger und die Aktionäre.

Das ist sicherlich möglich, aber die Konkurrenz ist hier wie gesagt deutlich härter als bei den Tankstellen. Ich werde mir auf alle Fälle zunächst etwas Zeit nehmen, um die weitere Entwicklung zu beobachten – und dann gegebenenfalls zu einem günstigeren Zeitpunkt wieder einzusteigen.

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Autor: Ralf Anders

 

Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.Titelfoto: Anusorn Nakdee / Shutterstock.com

Dax verabschiedet sich mit Kursabschlägen ins Wochenende – Chaos im Nahen Osten versetzt die Märkte in Unruhe

Der Dax hat eine wechselhafte Woche am Freitag mit Kursabschlägen beendet. Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex 0,60 Prozent im Minus bei 12 096,40 Punkten. Damit blieb er aber immerhin über seinen Tagestiefs und behauptete auf Wochensicht einen Gewinn von 0,42 Prozent. Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, sank am Freitag letztlich um 0,82 Prozent auf 25258,70 Punkte.

Niemand wolle am kommenden Montag auf dem falschen Fuß erwischt werden, sagte Andreas Lipkow, Marktexperte der Comdirect Bank. Insbesondere die unsichere Lage im Nahen Osten und die Umsatzwarnung des US-Halbleiterkonzerns Broadcom sorgten für Zurückhaltung. Zudem warten die Anleger weiter gespannt auf ein mögliches Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping auf dem G20-Gipfel Ende Juni – hier dürfte der Handelskonflikt beider Länder im Mittelpunkt stehen.

Diese Unsicherheit bekam auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 etwas zu spüren: Er verabschiedete sich 0,39 Prozent schwächer bei 3379,19 Zählern ins Wochenende. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben ebenfalls moderat nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende knapp im Minus.

Technologie-Werte müssen am stärksten bluten

Besonders heftig erwischte es europaweit Technologiewerte, nachdem der US-Halbleiterkonzern Broadcom für das laufende Jahr seine Umsatzprognose gesenkt hatte. Ein wesentlicher Grund für den Pessimismus sei der Handelsstreit mit China, der die Nachfrage drücke. Infineon-Papiere rutschten daraufhin am Dax-Ende um über fünf Prozent auf das Niveau von Herbst 2016 ab. Aixtron sanken um mehr als drei Prozent auf den Stand von Anfang April und Siltronic um gut fünfeinhalb Prozent auf das Niveau im Frühjahr 2017. Dialog Semiconductor büßten nach der jüngsten Erholung gut zweieinhalb Prozent ein.

Beim IT-Dienstleister Bechtle sorgte eine offenbar nachlassende Umsatzdynamik für einen Kurssturz von letztlich zwölfeinhalb Prozent – das bedeutete den letzen Platz im MDax. Laut Aussagen von Vorstandschef Thomas Olemotz dürfte das Umsatzwachstum aus eigener Kraft im laufenden Jahr schwächer als 2018 sowie im ersten Quartal 20129 ausfallen.

Die Aussagen klängen erst einmal sehr vorsichtig, kommentierte Experte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel. Doch Olemotz habe nichts Neues gesagt, sondern bekräftigt, 2019 Umsatz und Ergebnis sehr deutlich zu steigern. Deshalb werde sich der Ausverkauf bei der zuletzt gut gelaufenen Aktie „als übertrieben herausstellen“. Ende Mai hatte das Bechtle-Papier bei 110,80 Euro ein Rekordhoch erreicht.

Rheinmetall leidet unter Abstufung

Eine Abstufung der Investmentbank Oddo BHF riss Rheinmetall aus der Hoffnung auf einen erfolgreichen Chartausbruch. Vortags waren die Aktien noch auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert. Analyst Harald Eggeling sieht eine Reihe von Risiken für den Autozulieferer und Rüstungskonzern. Dazu gehörten die Auswirkungen der veränderten politischen Landschaft in Deutschland auf das Rüstungsgeschäft. Dagegen hält Eggelings UBS-Kollege Sven Weier diese Sorgen für übertrieben. Am Ende blieben die Titel trotz mehr als drei Prozent Minus klar über ihrem Tagestief.

Varta weiter im Höhenrausch

Im Nebenwerte-Index SDax bauten Varta ihre jüngste Rally aus und schafften mit 52,30 Euro einen neuen Rekordstand. Am Ende notierten sie knapp dreieinhalb Prozent im Plus. Seit Anfang Juni schossen sie insbesondere dank der erfolgreichen Kapitalerhöhung, mit der ein Kapazitätsausbau bezahlt werden soll, bis zu 22 Prozent nach oben.

Aktien des Online-Händlers für Tierbedarf Zooplus gewannen am Freitag über sechs Prozent und knackten damit den Abwärtstrend seit Mai 2018. Für Bewertungsfantasie sorgte der fulminante Börsengang von US-Konkurrent Chewy.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf ein Rekordtief von minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex  stieg um 0,07 Prozent auf 144,40 Punkte. Der Bund-Future  gewann 0,08 Prozent auf 171,74 Punkte. Ein Euro kostete zuletzt 1,1219 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1265 (Donnerstag: 1,1289) Dollar festgesetzt./gl/fba

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: H-AB/Shutterstock.com

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Com.on – Der Börsenpodcast: Hängt die 12.000 im Dax wieder am seidenen Faden? – Sorgenkinder Nel, Steinhoff, Beyond Meat und Telekom im Check!

Eine Explosion an einer Wasserstoff-Station hat einige Aktien aus der Branche ganz schön durchgeschüttelt und den Anlegern schmerzhaft gezeigt, dass der Hype um Wasserstoff-Papiere keine Einbahnstraße ist. Ein Blick auf den Kursverlauf von Nel macht auch schnell deutlich, wie hoch nach wie vor das Risiko bei Wasserstoff-Investments ist. Innerhalb weniger Tage hat sich der Kurs fast halbiert.

Untersuchung hilft ein Stück

Zwar konnte Nel noch in dieser Woche Entwarnung geben, dass die Ursache für die Explosion und den Brand weder am Elektrolyseur noch an dem von Kunden verwendeten Spender lag, trotzdem wurden die starken Kursverluste nicht komplett wettgemacht. Ab sofort herrscht etwas mehr Vorsicht in der Branche und ohne wirklich neue kurstreibende Nachrichten dürften sich die Aktien jetzt etwas schwerer tun, an ihre alten Höchststände ranzukommen.

Lage im Nahen Osten spitzt sich zu

Auch das allgemeine Marktumfeld spricht für eine kleinere Risikobereitschaft der Anleger. Im Nahen Osten könnte sich die Situation zwischen dem Iran und der USA weiter zuspitzen. Auch hier sorgt eine Explosion für weiteren Zündstoff. Die USA beschuldigten den Iran, hinter den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Frachtschiffe vor der Küste des Omans zu stecken. Es handele sich um eine „nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch den Iran“, sagte US-Außenminister Mike Pompeo. Dem Iran gehe es darum, die Aufhebung der US-Sanktionen zu erzwingen. Die Antwort auf die Anschuldigung folgte prompt.

Die von US-Außenminister Mike Pompeo vorgebrachte Beschuldigung, sei „lächerlich, gleichzeitig aber auch besorgniserregend und gefährlich“, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Freitag laut der staatlichen Agentur Irna. Anstatt grundlose Unterstellungen zu verbreiten, sollte man eher herausfinden, wer von solchen Krisen am Golf am meisten profitiere.

Wird das Risiko wieder größer?

Das Experten-Duo Andreas Lipkow, Finanzstratege bei comdirect und Markus Weingran, Redaktionsleiter bei onvista, hat in der neuen Folge von com.on analysiert, ob Anleger wieder ein Stück weit vorsichtiger werden sollten

Viel Spaß beim Anhören

Die Themen des heutigen Podcast:

# Handelsstreitigkeiten vs. Zinsfantasie – Was behält die Oberhand?

# Brexit: Plant Boris Johnson einen harten Brexit?

# USA/Iran – Wie gefährlich ist die Situation?

Der zweite Teil des Börsenpodcasts gehört wie gewohnt den Zuhörern. Unter comon@onvista.de können Sie ihre Fragen an Markus Weingran und Andreas Lipkow stellen. Diese Fragen haben die beiden Experten in der heutigen Folge für Sie beantwortet:

# Telekom: Teure 5G Versteigerung und Sprint Übernahme wackelt – Vorsicht geboten?

# Nel: Explosion an Wasserstoff- Station! / Macht es Sinn mit 100 Aktien bei Nel einzusteigen oder lieber streuen?

# VW: 900 Millionen an Northvolt / Kooperation mit Ford – Aktie wieder interessant?

# Netflix: Einstieg in den Bereich Computerspiele – Neues lohnendes Geschäftsfeld?

# Tesla: Rekordquartal in Aussicht gestellt – Kommen wieder bessere Zeiten auf die Aktie zu?

Die „Most-Wanted-Aktien“ bei comdirect und onvista. Was denken die Experten über die gefragtesten Wertpapiere dieser Börsen-Woche?

onvista: Steinhoff / Heidelberger Druck / Beyond Meat

comdirect: Infineon / Nokia / SAP

Stellen Sie den Experten Ihre Fragen: Einfach eine Email an comon@onvista.de schicken.

Viel Spaß beim Anhören!

 

Foto: comdirect/onvista

Aus Sicht von einem Jahr besser als der DAX: Die Deutsche Telekom meldet sich zurück

Auch wenn die Deutschen vielleicht nie ein Volk von Aktionären werden und das Thema „Aktienanlage“ kaum beachtet wird, gibt es einen DAX-Wert, den vermutlich 90 % der Bürger kennen. Gemeint ist natürlich die Deutsche Telekom, die als ehemals angepriesene „Volksaktie“ noch in etlichen deutschen Depots vertreten ist.Man kann wirklich nicht behaupten, dass die Aktie der Deutschen Telekom zu den Top-Werten im DAX zählt. Aber auch wenn sie an ihren absoluten Höchstkurs von 103,50 Euro, den sie am 06.03.2000 erreichte, nie mehr anknüpfen konnte, bleibt sie doch ein solider Wert. Solide vor allem, was die Dividende angeht.

Wer die T-Aktie damals zu 28,50 DM (14,57 Euro) zugeteilt bekam und bis heute behalten hat, bekam sie rein rechnerisch umsonst. Denn sie hat seit ihrem Börsengang insgesamt schon 14,61 Euro an Dividende pro Aktie ausgeschüttet. Also 4 Cent mehr, als sie damals bei Erstemission gekostet hat.

Und seit gut einem Jahr hat auch der Kurs der Telekom-Aktie wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Im genannten Zeitraum hat sie sich sogar besser entwickelt als der DAX. Könnte es gar so weiter gehen? Werfen wir also einmal einen Blick auf das Unternehmen.

So sahen die Quartalszahlen der Telekom aus

Bereits am 09.05.2019 gab die Deutsche Telekom ihre Zahlen zum ersten Quartal bekannt. Und dort verzeichnete man in allen Bereichen ein Ergebniswachstum. Damit wurde der Erfolgskurs des Rekordjahres 2018 nahtlos fortgesetzt. Wie sahen die Zahlen nun im Einzelnen aus?

Organisch, also bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Veränderungen des Konsolidierungskreises, legte der Konzernumsatz um 3,5 % auf 19,5 Mrd. Euro zu. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg um 24,4 % auf 6,9 Mrd. Euro. Allerdings verharrte der bereinigte Konzernüberschuss mit 1,18 Mrd. Euro fast auf dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres. Damals waren es 1,19 Mrd. Euro gewesen.

Aber es gibt noch mehr zu berichten

Neben den nackten Zahlen wurde natürlich noch mehr bekannt gegeben. Zum Beispiel wurde berichtet, dass das Kundenwachstum in Deutschland weiter anhält. Bei MagentaEINS, dem Bündelprodukt aus Festnetz und Mobilfunk, gibt es inzwischen 4,4 Mio. Kunden. Und dies sind immerhin 17,1 % mehr als noch vor einem Jahr.

Auch bei MagentaTV ist das Interesse gewachsen. Alleine im ersten Quartal 2019 gab es hier 66.000 neue Kunden. Auch die Spitzenstellung der Deutschen Telekom auf dem deutschen Mobilfunkmarkt bleibt ungebrochen. Die Serviceumsätze legten hier gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 2,8 % zu.

Auch die Dynamik in den USA bleibt weiter intakt. Seit mittlerweile sechs Jahren wächst T-Mobile US ununterbrochen, und verzeichnete in jedem einzelnen Quartal mehr als 1 Mio. Neukunden. Zwischen Januar und März 2019 waren es sogar 1,65 Mio. Neukunden. Die Zahlen sind beeindruckend. Allein der Umsatz von T-Mobile US legte im ersten Quartal um 7,0 % auf 11,1 Mrd. USD zu.

Und in Europa? Hier wurden wie in Deutschland hohe Zuwächse bei den Bündelprodukten aus Festnetz und Mobilfunk verzeichnet. Die Anzahl der Nutzer solcher Angebote stieg binnen eines Jahres um 54 % auf 3,8 Mio. an. Das bedeutet, dass mehr als 42 % der Breitbandhaushalte in Europa inzwischen solche Bündelprodukte nutzen.

Die Aktie gibt sich freundlich

Von der im Moment doch recht positiven Nachrichtenlage und dem zu verzeichnenden Wachstum kann auch die Aktie der Deutschen Telekom schon seit gut einem Jahr profitieren. Sie stieg in den letzten zwölf Monaten um 11,93 % und entwickelte sich damit deutlich besser als der DAX, der im selben Zeitraum ein Minus von 5,91 % zu verzeichnen hatte. Sie hat mit ihrer Performance damit auch andere europäische Telekomtitel wie Vodafone  oder Telefonica übertroffen.

Die Telekom-Aktie schiebt sich also langsam nach oben und notiert derzeit mit 15,44 Euro (12.06.2019) nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 15,88 Euro. Mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 14,44 ist sie recht moderat bewertet. Ich finde, die Aktie der Deutschen Telekom hat wegen ihrer guten Wachstumsaussichten wieder mehr Beachtung verdient. Denn sollte es in diesem Tempo weitergehen, könnte sie schon bald wieder über der 20 Euro Marke notieren.

Das ist unsere Top-Aktie für das Jahr 2019

Fragst du in den weltweiten Niederlassungen von The Motley Fool, welches Unternehmen den größten Eindruck hinterlässt, dann sind die Chancen groß, dass dieses Unternehmen zuallererst genannt wird. Seine App lässt mit Blick auf Dominanz und Allgegenwärtigkeit selbst die vielen Anwendungen von Facebook blass erscheinen. The Motley Fool hat jetzt einen kostenlosen Sonderbericht zusammengestellt, der die wichtigsten Informationen zu diesem Unternehmen liefert. Willst du 2019 zu deinem Börsenjahr machen? … Dafür muss man zunächst alles über dieses einzigartige Unternehmen wissen. Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Autor: Andre Kulpa

 

Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.Titelfoto: M DOGAN / Shutterstock.com